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Anästhesiologie

Arzt und Patientin bei der Vorbereitung der Narkose im St. Willibrord-Spital.In einem Vorgespräch schlägt
der Arzt dem Patienten das 
am besten geeignete Narkose-
verfahren vor. 
Der zentrale Operationstrakt mit 6 OP-Sälen ist mit modernen Narkosearbeitsplätzen ausgerüstet, die alle gängigen Anästhesietechniken ermöglichen.

Wir führen bei ca. 5500 Operationen pro Jahr Narkosen durch.

 

 

Die Vorbereitung des Patienten zur Narkose:

Während eines Gespräches vor der geplanten Narkose werden alle relevanten Daten erhoben. Dieses Prämedikationsgespräch findet in der Regel am Vortag, manchmal jedoch auch schon einige Tage vor der geplanten Operation statt.

Für ambulante und prästationäre Patienten stehen montags bis freitags von
14.00 bis 15.45 Uhr ein oder mehrere Fachärzte für Anästhesie in der Anästhesiesprechstunde zur Verfügung.

Die Anästhesie-Sprechstunde findet statt im 4. Stock des F-Flügels.

Im Rahmen dieses Prämedikationsgespräches wird Ihr Anästhesist Ihnen das in Ihrem Fall günstigste Narkoseverfahren vorschlagen. Ihre Wünsche werden hierbei entsprechend berücksichtigt. Es ist wichtig, dass die Angaben zur Vorgeschichte möglichst komplett gemacht werden. Hierfür steht ein standardisierter Fragebogen zur Verfügung. Dieser Fragebogen wird Ihnen meistens vor dem Gespräch von der operativen Abteilung ausgehändigt. Sie haben die Möglichkeit, alle Sie interessierenden Punkte bei diesem Prämedikationsgespräch anzusprechen.

Die unmittelbare Operationsvorbereitung:

Bis 6 Stunden vor der Operation ist die Aufnahme von fester Nahrung erlaubt, Trinken klarer Flüssigkeit (Tee oder Wasser) ist bis 4 Stunden vor der Narkose möglich. Alle Patienten erhalten am Morgen des Operationstages in der Regel eine Beruhigungstablette; stationäre Patienten bekommen zusätzlich eine Tablette am Vorabend der Operation.
Bevor Sie zum Operationstrakt gebracht werden, denken Sie bitte daran, dass Sie keinen Schmuck mitbringen, das Gesicht nicht eingecremt haben sowie herausnehmbaren Zahnersatz in Ihrem Zimmer lassen. Bei Frauen sind zudem Lippenstift und Nagellack nicht erwünscht.

Die „Schleuse“ ist das Tor für die Patienten zum Operationstrakt:

Nach Kontrolle der Patientenunterlagen und Identität des Patienten werden Sie in den Operationstrakt eingeschleust. Hierbei werden Sie über eine angewärmte Umbetthilfe auf dem für Sie vorbereiteten Operationstisch gelagert. Nach Erreichen des jeweiligen Einleitungsraumes übernimmt das Team der Anästhesieabteilung die Verantwortung.
Unabhängig von der Art der mit Ihnen vereinbarten Narkose sind die MitarbeiterInnen der Anästhesieabteilung für die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen zuständig. In der Regel wird kontinuierlich während der Operation ein EKG abgeleitet, die Sauerstoffsättigung wird gemessen sowie engmaschig der Verlauf des Blutdrucks kontrolliert.
Zur Stabilisierung der Kreislauffunktion wird ein venöser Zugang gelegt, über den eine Salzlösung infundiert wird.

Vollnarkose:

Wenn mit Ihnen eine Vollnarkose vereinbart worden ist, werden Sie nach Gabe entsprechender Einleitungsmedikamente sanft und angenehm einschlafen. Für die anschließende Sicherung der Atemwege wird entweder ein Atemschlauch (Tubus) in die Luftröhre eingeführt (Intubation) oder eine Spezialmaske (Larynxmaske) in den Mund eingelegt.
Durch die heute - insbesondere bei einer schwierigen Intubation - zur Verfügung stehenden Techniken sind Zahn- oder Halsweichteilschäden deutlich seltener als noch vor einigen Jahren.
Übelkeit und Erbrechen sind durch den Verzicht auf Lachgas seltener geworden. Die zur Behandlung einer eventuellen Übelkeit zur Verfügung stehenden Medikamente sind zudem deutlich verbessert worden.

Die Aufrechterhaltung der Narkose erfolgt durch kontinuierliche Gabe von sehr gut steuerbaren Medikamenten, entweder in Form von intravenösen Infusionen oder durch gasförmige Zufuhr durch entsprechende Narkosegeräte.

Nach Beendigung der Operation werden Sie innerhalb von 5-10 Minuten erwachen. Zur Überwachung der Kreislauffunktion in der postoperativen Phase steht qualifiziertes Personal im entsprechend ausgerüsteten Aufwachraum zur Verfügung.

Teilnarkose:

Bestimmte Eingriffe können sehr gut in Teilnarkose durchgeführt werden. Dazu stehen rückenmarksnahe Techniken zur Verfügung, die mit oder ohne Katheter eingesetzt werden können. Diese Techniken werden z.B. bei Kniegelenksspiegelungen oder in der geburtshilflichen Anästhesie häufig angewandt.

Armteilnarkosen ermöglichen insbesondere in der Handchirurgie die alleinige Betäubung des zu operierenden Armes.

Durch die heute in der Anästhesie zur Verfügung stehenden Techniken und verbesserten Überwachungsmöglichkeiten während einer Narkose hat die Sicherheit deutlich zugenommen.
Unser Slogan: „Am besten schlafen Sie bei Ihrem Anästhesisten“ ist daher durchaus ernst gemeint.

Ultraschall in der Anästhesie:

Teilnarkosen sowie die Punktion zentraler Gefäße werden in der Regel ultraschallgestützt durchgeführt.