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Schulterchirurgie

Die Schulter ist das mit Abstand beweglichste Gelenk in Ihrem Körper und erfüllt eine zentrale Aufgabe: Gemeinsam mit dem Ellenbogen verbindet sie die Hand mit dem Rumpf. Wenn also Ihre Hand voll einsetzbar sein soll, so müssen Schulter (und Ellenbogen) ebenfalls schmerzfrei und uneingeschränkt funktionieren.
Degenerative Erkrankungen und berufliche wie auch sportliche Belastungen schlagen sich in Beschwerdebildern nieder, die in der Regel sehr gut behandelt werden können. Bei der Analyse Ihrer Beschwerden setzen wir auf eine eingehende körperliche Untersuchung des Schultergürtels (und der Halswirbelsäule zum Ausschluss anderer Beschwerdeursachen), auf Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen sowie ggf. auf eine Kernspintomografie (MRT) Ihrer Schulter.

"Eine schmerzende Schulter gehört nicht zigmal gespritzt, sondern in die Hand eines Experten." Dr. L. Seebauer, Gründungsmitglied der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE) in Fokus 47/2006.

Operationsverfahren

Zu den möglichen nichtoperativen (konservativen) Behandlungsformen beraten wir Sie gern.
Sollten diese langfristig keinen Erfolg mehr erzielen bzw. erzielt haben, ist es unsere Aufgabe, nach der o.g. eingehenden Diagnostik gemeinsam mit Ihnen die operativen Therapiemöglichkeiten sowie deren Chancen und Risiken zu besprechen.
Insbesondere in den letzten 15 Jahren erfuhr die Schulterchirurgie durch Fortschritte in schonenden, minimalinvasiven Operationsverfahren und verbesserte Implantate eine dynamische Entwicklung. Viele Beschwerdebilder können heute durch die so genannte "Schlüssellochtechnik" erstmals identifiziert und geheilt werden.

 

Schulterarthroskopie: Standardzugang

 

Schulterarthroskopie: endoskopisches Entfernen eines Kalkdepots

 

Zu den routinemäßig bei uns durchgeführten minimalinvasiven Eingriffen zählen die arthroskopische Rotatorenmanschettennaht, die arthroskopische Schulterstabilisierung, die Behandlung des Impingementsyndroms / endoskopische subakromiale Dekompression, die arthroskopische Kalkausräumung (siehe Bild oben rechts), die Behandlung der Schultersteife und andere.

Oberarzt Dr. Roland Gruhn hat im Jahre 2014 die Anerkennung der deutschsprachigen AG für Arthroskopie und Gelenkchirurgie als Spezieller Schulterarthroskopeur erhalten. (E-Mail: roland.gruhn@prohomine.de).


Künstlicher Gelenkersatz

Gelegentlich kann, z.B. aufgrund eines fortgeschrittenen Gelenkverschleißes oder eines nicht reparablen Defektes der Sehnenplatte (Rotatorenmanschette), ein offenes Vorgehen mit künstlichem Gelenkersatz an der Schulter angezeigt sein. In unserer Abteilung kommen alle gängigen Implantatversionen in zementfreier, teil- oder vollzementierter Form zum Einsatz.

Anatomische Hemi-Prothese bedeutet hierbei beispielsweise, dass nur der Oberarmkopf (mit oder ohne Prothesenschaft) ersetzt wird. Bei der anatomischen Totalendoprothese (TEP) wird dagegen zusätzlich die Schulterpfanne, v.a. bei unregelmäßigem Abrieb, ersetzt.
Die Implantation einer sog. inversen Schulter-TEP, auch: Delta-Prothese, kann bei Patienten mit zusätzlichem ausgeprägtem Defekt der Rotatorenmanschette die gewünschte Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung erzielen.

 

anatomische Schulter-TEP Typ Eclipse, Fa. Arthrex

 

inverse (sog. Delta-) Schulter-TEP Typ Delta Xtend, Fa. DePuy

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Spezialsprechstunde Schulter: dienstags
 
Für ausführliche Informationen zu "häufigen Krankheitsbildern" der Schulterchirurgie klicken Sie bitte >>HIER<<